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Die Hattinger Sängervereinigung wieder zu Besuch bei den Sangesbrüdern des Männergesangvereins Schenklengsfeld
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Am Samstag, den 9. September 2006 heisst es für die Sänger, Sängerfrauen und den Freundeskreis der Sängervereinigung etwas früher als gewöhnlich die Federn zu verlassen, denn für 6 Uhr ist das Treffen zur Abfahrt zum Freundschaftstreffen in Schenklengsfeld angesagt. Trotz der frühen Stunde sind alle Mitreisenden pünktlich und frohgelaunt zur Stelle. Ebenso pünktlich mahnt der Motor des *****-Busses, mit seinem rhythmischen Brummen zum Einstieg. Im Bus gibt es kein Gerangel um die Plätze, denn die Sitzeinteilung ist durch Platzkarten leicht ersichtlich. Einige Sitze bleiben noch unbesetzt, da in Welper der nächste Einstieg geplant ist. Nach sehr pünktlicher Abfahrt in Hattingen erscheint auch der Bus zur angekündigten Zeit an der Haltestelle Bogenstraße. 12 Personen sollen dort warten, doch es sind nur 10! Das Gepäck ist bereits verstaut, aber noch immer niemand in Sicht. Der Vorsitzende, ein unruhiger Typ, geht noch ein paar Schritte, um in die Richtung zu schauen, aus der die beiden kommen müssen. Richtig! Ruhigen und bedächtigen Schrittes erscheinen auch die Nachzügler. Schnell wird auch das letzte Gepäck verladen und schon geht die Fahrt in Richtung A43 weiter. Am Horizont wird die rot glühende Spätsommersonne sichtbar und verspricht einen herrlichen Tag. Vor uns liegen 280 Autobahnkilometer. Im Auto mitfahren macht bekanntlich Durst, denn schon bald ist stärkerer Auftrieb an der mitgeführten „Tränke“ zu beobachten, dass wiederum zu einer Pause führt. „10 Minuten Pause“, sagt der Fahrer durchs Mikrofon, die aber leider um 20 Minuten überzogen wird. „Leider“ deshalb, weil wir um 10 Uhr zum Empfang im Bürgerhaus erwartet werden. Trotz der Fahrkünste unseres Fahrers Andreas Schneider ist es nicht möglich, diese Verspätung aufzuholen. 10:35 zeigt die Uhr, als die Triebwerke des Busses vor dem Bürgerhaus abgeschaltet werden. Mit grossem Hallo werden wir von unseren Sangesfreunden und Bürgern von Schenklengsfeld empfangen. Die Tische sind reichlich mit Wurstschnitten und anderen Leckereien gedeckt. Gereicht werden warme und kalte Getränke nach Wahl. Mit Gesang beider Chöre verbringen wir bis in den späten Mittag unterhaltsame Stunden. Die Wirtsleute der Privatunterkünfte sind freundlicher Weise erschienen und fahren die Hattinger zwischendurch in die Quartiere. Es bleibt nicht viel Zeit, denn für 13 Uhr ist gemeinsames Mittagessen angesagt. In Chorkleidung treffen wir uns unter der wohl ältesten Linde Deutschlands (siehe unsere Bildergalerie). Beide Chöre geben bei strahlend blauem Himmel, Spass und Geselligkeit ihr Bestes zu Gehör. Schnell vergehen auch diese frohen Stunden und um 18:30 Uhr treffen wir uns zum offiziellen Empfang im Bürgerhaus wieder. Der Bürgermeister Stefan Gensler begrüsst uns herzlich und überreicht als Fensterbild das Wappen der Gemeinde Schenklengsfeld. Der Vorsitzende Matthias Vollmer MGV Schenklengsfeld gibt einen Rückblick über die Freundschaft der beiden Chöre. Er erwähnt, dass diese bereits im Jahre 1964 geschlossen wurde und im 2jährigen Rhythmus, mit einigen Ausnahmen, jeweils Gegenbesuche stattfanden. Friedel Tholl, der Vorsitzende der Sängervereinigung, bedankt sich für den freundlichen Empfang und übergibt an den Bürgermeister und an den Vorsitzenden, mit Grüssen der Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch, je einen Bildband der Stadt Hattingen. Bis spät in die Nacht hinein wird musiziert und neue Freundschaften werden geschlossen und viele wieder erneuert. Am Sonntagmorgen treffen wir uns um 9:30 Uhr an der ev. Kirche um dort einen Taufgottesdienst musikalisch mitzugestalten. Der Pfarrer bittet uns nach dem Gottesdienst vor der Kirche noch ein kleines Konzert zu veranstalten. Gerne kommen wir dieser Bitte nach. Gemeinsam, denn die Schenklengsfelder Sänger sind auch wieder erschienen, singen wir zur Freude der Gemeinde, beginnend mit dem Lied „Am kühlenden Morgen, wenn alles noch schläft“, einen Strauss beliebter Melodien. Anschliessend versammeln wir uns im Hotel Steinhauer zum Frühschoppen mit Mittagessen. Natürlich geht es auch hier nicht ohne Gesang. Zwei Damen und ein Herr aus der Gemeinde bringen zur Freude aller Anwesenden noch Egerländer Musik zum Besten. Viel zu schnell kommt die Stunde um Abschied zu nehmen. Mit vielen freundlichen Wünschen treten wir am Nachmittag die Heimfahrt an.
Die Gemeinde Schenklengsfeld besteht aus ca. 1600 Einwohnern. Zu dieser Gemeinde gehören 12 weitere kleinere und grössere Dörfer mit einer Gesamteinwohnerzahl von 4850 Seelen. Sie fand bereits im 8. Jh.. n.Chr. als „Lengefeld in Thurigia“ Erwähnung. Schenklengsfeld liegt in Osthessen im Mittelpunkt des Amtes Landeck.
Friedel Tholl
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